
Was Snack-Content mit dem Gleichheitszeichen zu tun hat
„Warum länger, wenn’s auch kürzer geht?“ Diesen Gedanken hatte der walisische Mathematiker und Mediziner Robert Recorde womöglich im Jahr 1557, als er sein neues Buch „The Whetstone of Witte“ (Der Wetzstein des Verstandes) verfasste.
Anstatt den damals üblichen Begriff „aequalis“ ständig zu wiederholen, erfand Recorde als Zeichen für Gleichheit die beiden gleichlangen, übereinander angeordneten Striche = unser heutiges Gleichheitszeichen.

Trotz der Genialität dieses Symbols dauerte es 60 Jahre, bis als nächster John Napier die Symbolik übernahm – und erst im Laufe des 18. Jahrhunderts setzte sie sich schließlich auch auf dem Kontinent durch.
Dem Plus- und Minuszeichen erging es nicht anders. Obwohl schon im Jahre 1489 vom deutschen Cossisten Johannes Widmann zur Kennzeichnung von Überschuss und Mangel eingeführt, war Robert Recorde knapp 50 Jahre später der erste Brite, der die Zeichen + und – in seinen mathematischen Werken übernahm.
Die menschliche Angst vor Veränderung
Es scheint also ein menschlicher Wesenszug zu sein, Veränderungen und insbesondere Verbesserungen erst mal nicht vorbehaltlos anzunehmen.
Ein Beispiel dafür sind die Vorbehalte gegenüber kurzem Snack-Content, der noch von vielen Film-, Social Media- und Video-Schaffenden als Firlefanz abgetan wird, obwohl seine Performancewerte gut sind – ganz gleich ob markenbildende, emotionale oder verkaufsfördernde Ziele im Vordergrund stehen.
Auch kurze Erklärvideo-Snacks, also die unter 60-sekündige Variante der in aller Regel längeren Erklärvideos, führen immer wieder zu Diskussionen darüber, ob man dadurch nicht die Konzentrationsfähigkeit des Menschen weiter absenkt oder gar der Verdummung der Gesellschaft Vorschub leistet.
Die Medizin kennt in dem Zusammenhang den Begriff der „Methatesiophobie“ als Bezeichnung für eine übertriebene krankhafte Angst vor Veränderungen – interessanterweise auch als Bezeichnung für Erfolgsangst.
Fazit
Sei’s drum. Verkürzen Sie, was sich verkürzen läßt.
Ich bin zuversichtlich, dass „Warum länger, wenn’s auch kürzer geht?“ heutzutage auch für Veränderungszeiträume gilt. Anders als die mathematischen Zeichen im 16. Jahrhundert scheinen sich Snack-Content Formate und Erklärvideo-Snacks im 21. Jahrhundert schon nach wenigen Jahren durchzusetzen.
Publiziert am 12.11.2020
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Franz-Josef Baldus
Geschäftsführer der Snack-Content Company (SCC) Deutschland GmbH
Franziska
Sehr gut 👍
FJBaldus
Danke